Farb- und Lackchemie

Das Rückgrat einer Beschichtung ist der Filmbildner, meist ein organisches Polymer. Pigmente bringen die Farbe in den Lack, Additive verbessern bestimmte Eigenschaften wie etwa die Wetterbeständigkeit, die Oberflächenglätte oder das Haftvermögen. Durch Lösemittel werden die Beschichtungsstoffe rührbar, pumpbar und applizierbar. Nach der Applikation (z.B. Spritzen) verdunsten sie, deshalb versucht man, sie in modernen Lacken zu reduzieren oder gänzlich darauf zu verzichten. Weitgehend gelungen ist dies bereits in Wasser-, Pulver- und UV-härtenden Lacken.

Lackchemiker forschen und entwickeln intelligente Lösungen um Oberflächeneigenschaften zu verbessern. Dabei bewegen sie sich im Spannungsfeld von Produkteigenschaften auf der einen Seite und der Ökologie und Ökonomie auf der anderen Seite. Herausforderungen der Lackchemie und der Lacktechnologie sind Beschichtungen mit intelligenten Funktionen (Gleitschichten, antiseptische Schichten, easy-to-clean-Schichten), Energieeinsparung, Entwicklung Ressourcen-schonender Materialien und Verfahren, Einsatz nachwachsender Rohstoffe, die weitere Reduktion von Emissionen, Entwicklung effektiver Prozesse und Verfahren und vieles mehr.

Moderne Lackchemie ist ein interdisziplinäres Fach, das chemisches Wissen aus der organischen, anorganischen und analytischen Chemie, der Polymer- und Kolloidchemie bis hin zur Physik verbindet. Aus den Ingenieurwissenschaften werden Kenntnisse von Verfahrenstechnik, Applikationstechnik, Anlagenbau, Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung beigetragen. Die Schnittstelle zur Betriebswirtschaft ist bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen der Prozesse und Materialien von Bedeutung. Lackchemiker und Lackingenieure greifen letztendlich auch gestaltend in unsere Umgebung ein, weshalb in bestimmten Studiengängen die Brücke zum Design geschlagen wird.

Das Studium ist technisch-naturwissenschaftlich orientiert und umfasst Chemie, physikalische Chemie, Lacktechnologie, Anwendungstechnik und Mess- und Prüftechnik. Umweltbezogene Aspekte sind stark vertreten mit den Schwerpunktsetzungen auf moderne, umweltfreundliche Beschichtungen, wie z. B. wässrige Lacksysteme oder die vollständig lösungsmittelfreien Pulverlacke. Neben einer fundierten theoretischen Ausbildung wird die praktische Laborarbeit großgeschrieben. In hochmodernen, bestausgestatteten Laborräumen wird das notwendige praktische Wissen erlernt und in zahlreichen Projekten angewendet, teilweise in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen oder Instituten.

Außerdem werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für einen erfolgreichen Berufseinstieg hilfreich sind, beispielsweise Grundlagen der Betriebswirtschaft und des Managements oder technisches Englisch.

Im Gegensatz zu vielen anderen Studiengängen ist das Studium des Lackingenieurs berufsbefähigend. Je nach Hochschulstandort ist der erste Abschluss der Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science (6 oder 7 Semester), bei Interesse und Eignung gefolgt vom Master-Studium (4 bzw. 3 Semester). Eine Promotion wird von der Industrie meist nicht erwartet, ist aber inzwischen durchaus möglich und zwar direkt nach dem Master-Abschluss.

Absolventen von Studiengängen mit der Ausrichtung Lackchemie und Beschichtungstechnologie haben seit Jahrzehnten ausgezeichnete Berufsaussichten - auch europaweit, da Deutschland hier eine einzigartige Sonderstellung aufweist. Die breit gefächerte und spezialisierte Ausbildung macht sie zu gefragten Fachleuten

in der chemischen oder lackverarbeitenden  Industrie,

bei Herstellern von Lackrohstoffen,

  • bei Herstellern von Lacken oder Druckfarben,
  • bei Herstellern von Lackieranlagen, Applikations- und Prüfgeräten,
  • in der Kleb- und Dichtstoffindustrie,
  • in der Kunststoffindustrie,
  • im Maler- und Lackiererhandwerk,
  • an beruflichen Schulen,
  • im öffentlichen Dienst, z.B. im Denkmalschutz, und
  • in den Farbdesignstudios der großen Bautenfarben- oder Pigmenthersteller.

Absolventen von Studiengängen mit der Ausrichtung Lackchemie und Beschichtungstechnologie können je nach Interesse in folgenden Bereichen arbeiten:

  • in Forschung und Entwicklung,
  • in Analytik und Qualitätskontrolle,
  • in der Anwendungstechnik,
  • beim Projektmanagement, z.B. für Entwicklung oder Markteinführung,
  • im technischen Marketing/Kundenbetreuung,
  • im Farbdesign-Studio oder
  • in Lehre und Ausbildung.
Fach

Das Rückgrat einer Beschichtung ist der Filmbildner, meist ein organisches Polymer. Pigmente bringen die Farbe in den Lack, Additive verbessern bestimmte Eigenschaften wie etwa die Wetterbeständigkeit, die Oberflächenglätte oder das Haftvermögen. Durch Lösemittel werden die Beschichtungsstoffe rührbar, pumpbar und applizierbar. Nach der Applikation (z.B. Spritzen) verdunsten sie, deshalb versucht man, sie in modernen Lacken zu reduzieren oder gänzlich darauf zu verzichten. Weitgehend gelungen ist dies bereits in Wasser-, Pulver- und UV-härtenden Lacken.

Lackchemiker forschen und entwickeln intelligente Lösungen um Oberflächeneigenschaften zu verbessern. Dabei bewegen sie sich im Spannungsfeld von Produkteigenschaften auf der einen Seite und der Ökologie und Ökonomie auf der anderen Seite. Herausforderungen der Lackchemie und der Lacktechnologie sind Beschichtungen mit intelligenten Funktionen (Gleitschichten, antiseptische Schichten, easy-to-clean-Schichten), Energieeinsparung, Entwicklung Ressourcen-schonender Materialien und Verfahren, Einsatz nachwachsender Rohstoffe, die weitere Reduktion von Emissionen, Entwicklung effektiver Prozesse und Verfahren und vieles mehr.

Moderne Lackchemie ist ein interdisziplinäres Fach, das chemisches Wissen aus der organischen, anorganischen und analytischen Chemie, der Polymer- und Kolloidchemie bis hin zur Physik verbindet. Aus den Ingenieurwissenschaften werden Kenntnisse von Verfahrenstechnik, Applikationstechnik, Anlagenbau, Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung beigetragen. Die Schnittstelle zur Betriebswirtschaft ist bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen der Prozesse und Materialien von Bedeutung. Lackchemiker und Lackingenieure greifen letztendlich auch gestaltend in unsere Umgebung ein, weshalb in bestimmten Studiengängen die Brücke zum Design geschlagen wird.

Studium

Das Studium ist technisch-naturwissenschaftlich orientiert und umfasst Chemie, physikalische Chemie, Lacktechnologie, Anwendungstechnik und Mess- und Prüftechnik. Umweltbezogene Aspekte sind stark vertreten mit den Schwerpunktsetzungen auf moderne, umweltfreundliche Beschichtungen, wie z. B. wässrige Lacksysteme oder die vollständig lösungsmittelfreien Pulverlacke. Neben einer fundierten theoretischen Ausbildung wird die praktische Laborarbeit großgeschrieben. In hochmodernen, bestausgestatteten Laborräumen wird das notwendige praktische Wissen erlernt und in zahlreichen Projekten angewendet, teilweise in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen oder Instituten.

Außerdem werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für einen erfolgreichen Berufseinstieg hilfreich sind, beispielsweise Grundlagen der Betriebswirtschaft und des Managements oder technisches Englisch.

Im Gegensatz zu vielen anderen Studiengängen ist das Studium des Lackingenieurs berufsbefähigend. Je nach Hochschulstandort ist der erste Abschluss der Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science (6 oder 7 Semester), bei Interesse und Eignung gefolgt vom Master-Studium (4 bzw. 3 Semester). Eine Promotion wird von der Industrie meist nicht erwartet, ist aber inzwischen durchaus möglich und zwar direkt nach dem Master-Abschluss.

Beruf

Absolventen von Studiengängen mit der Ausrichtung Lackchemie und Beschichtungstechnologie haben seit Jahrzehnten ausgezeichnete Berufsaussichten - auch europaweit, da Deutschland hier eine einzigartige Sonderstellung aufweist. Die breit gefächerte und spezialisierte Ausbildung macht sie zu gefragten Fachleuten

in der chemischen oder lackverarbeitenden  Industrie,

bei Herstellern von Lackrohstoffen,

  • bei Herstellern von Lacken oder Druckfarben,
  • bei Herstellern von Lackieranlagen, Applikations- und Prüfgeräten,
  • in der Kleb- und Dichtstoffindustrie,
  • in der Kunststoffindustrie,
  • im Maler- und Lackiererhandwerk,
  • an beruflichen Schulen,
  • im öffentlichen Dienst, z.B. im Denkmalschutz, und
  • in den Farbdesignstudios der großen Bautenfarben- oder Pigmenthersteller.

Absolventen von Studiengängen mit der Ausrichtung Lackchemie und Beschichtungstechnologie können je nach Interesse in folgenden Bereichen arbeiten:

  • in Forschung und Entwicklung,
  • in Analytik und Qualitätskontrolle,
  • in der Anwendungstechnik,
  • beim Projektmanagement, z.B. für Entwicklung oder Markteinführung,
  • im technischen Marketing/Kundenbetreuung,
  • im Farbdesign-Studio oder
  • in Lehre und Ausbildung.

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