Analytische Chemie

Die analytische Chemie ist das vielseitigste Fachgebiet der Chemie. Sie verbindet alle Teildisziplinen der Chemie und bildet in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Fachgebieten und Auftraggebern zugleich eine spannende Schnittstelle zu vielen gesellschaftlich relevanten Themen – nicht umsonst wurden viele Nobelpreise für analytische Entwicklungen vergeben und jeder Technologiesprung beruht auf Erkenntnissen durch hochentwickelte Analytik.

Ziel der analytischen Chemie ist heute mehr denn je eine Spurensuche nach dem „was, wieviel, wo?“. Auf einem breiten chemisch-physikalischen Fundament entwickelt sie hierzu analytische Methoden und empfindlichste Analysengeräte.

Von der Konzeption einer Analysestrategie über Probennahme, analytischer Messung bis hin zu Auswertung und Diskussion der Ergebnisse gestaltet sie einen komplexen Gesamtprozess. Sie erarbeitet so beispielsweise Lösungsvorschläge für vielschichtige biologische, biochemische und medizinische Fragestellungen und stellt sich herausfordernden Aufgaben in der Umwelt- oder Lebensmittelüberwachung.

Eine aktive Kommunikation mit der Gesellschaft und deren Dynamik begleiten den analytischen Chemiker ständig in seiner Tätigkeit. Analytik ist dabei nie Selbstzweck und entwickelt sich stets im Kontext der wissenschaftlich-technischen Fragestellung weiter. Analytik und ihre stoffbezogene Ausprägung, die analytische Chemie, gehören zu den Schlüssel-Erfolgsfaktoren eines zielgerichteten Erkenntnisgewinns, einer hohen Forschungsleistung und damit eines erfolgreichen Wirtschaftsstandorts.

Wer wird ein guter Analytiker? Jeder, der Freude an vielschichtigen Problemstellungen hat, gut kommunizieren kann und beständig über den eigenen Tellerrand hinausschauen will.

In den ersten Semestern des Chemiestudiums, in denen der Schwerpunkt auf den Grundlagen der organischen, anorganischen und physikalischen Chemie liegt, werden bereits eine Vielzahl analytischer Verfahren und Denkweisen in der Strukturaufklärung von Syntheseprodukten und der Analyse von Proben gelernt, darunter auch viele nasschemische Verfahren. Diese klassische Chemie trainiert sauberes Arbeiten, verschafft einen Überblick über die chemischen Stoffkunde und funktionelle Gruppen in Molekülen.

So richtig los geht es mit der analytischen Chemie im dritten oder vierten Semester des Studiums. Hier lernt man die moderne instrumentelle Analytik kennen und ihre zugrundeliegenden Messprinzipien und Methoden verstehen. Hierzu gehören, unter vielen anderen, Chromatographie, Spektroskopie, Massenspektrometrie und die Sensorik.

Analytische Chemie wird stets im Kontext ihrer Anwendung unterrichtet. Das bedeutet einen ersten Einstieg in die Umwelt- und Lebensmittelanalytik, medizinische Diagnostik, Synthese-, Material- und Prozesskontrolle, pharmazeutische Analytik, Forensik und Dopinganalytik aber auch die Qualitätssicherung und Statistik. Bereits das Bachelorstudium fordert und fördert eine strukturierte analytische Denkweise, die notwendige Voraussetzung komplexe Fragestellungen mit den zur Verfügung stehenden analytischen Informationen zu beantworten.

Wer seinen Studienschwerpunkt in der analytischen Chemie setzen will, sollte sich rechtzeitig über die Angebote der einzelnen Hochschulen informieren; eine Spezialisierung in analytischer Chemie ist nicht an allen Hochschulen möglich.

Analytische Chemiker findet man heute überall: Die Breite der Tätigkeiten und die Berufsmöglichkeiten sind entsprechend groß und das Aufgabenspektrum extrem vielseitig.

 

Beispiele sind:

 

  • Analytiker im Labor: Sie führen selbst Analysen durch, beraten und informieren Auftraggeber und Kollegen aus anderen Fachgebieten über die Ergebnisse. Möglich ist dies als Spezialist in Forschung und Entwicklung, Industrie, Behörden oder Auftragslaboratorien. In der Regel gehören Forschung und die intensive Methodenentwicklung zum Aufgabenspektrum.
  • Analytiker in der Qualitätssicherung: Kein Produkt verlässt heute die Produktion  ohne dass seine Qualität gesichert ist. Ebenso gibt es Produkte, z.B. im Bereich der Nanotechnologie, deren Preis wesentlich auf den Kosten für die Analytik beruht. Hier sind Analytiker mit ihrem Know-how im analytischen Denken und einer fundierten Methodenkenntnis gefragt.
  • Analytiker als Laborleiter: Häufig ist diese Tätigkeit der klassische Einstieg in großen Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche. Sie führen ein analytisches Labor und leiten Mitarbeiter an.
  • Analytiker als Geräteentwickler: Spannende Arbeitsmöglichkeiten bieten die vielen Hersteller von Analysengeräten. Gemeinsam mit Ingenieuren bringen sie ihr analytisches Wissen in die Entwicklung neuer Geräte ein.
  • Analytiker als Applikationschemiker: Gemeinsam mit Kunden erarbeiten sie für Gerätehersteller Konzepte zur Lösung unterschiedlichster analytischer Fragestellungen. Hier ist der Allrounder und Kommunikationsspezialist mit breitem analytischem Wissen gefragt.
  • Analytiker als Dozent, Berater und Gutachter: Durch die Breite der analytischen Chemie und ihre Durchdringung der gesamten gesellschaftlichen Lebens, brauchen Firmen, Politik, Behörden, Anwender etc. umfangreiche Unterstützung durch erfahrene Analytiker. Hier bieten sich auch gute Möglichkeiten zur Selbständigkeit.
Fach

Die analytische Chemie ist das vielseitigste Fachgebiet der Chemie. Sie verbindet alle Teildisziplinen der Chemie und bildet in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Fachgebieten und Auftraggebern zugleich eine spannende Schnittstelle zu vielen gesellschaftlich relevanten Themen – nicht umsonst wurden viele Nobelpreise für analytische Entwicklungen vergeben und jeder Technologiesprung beruht auf Erkenntnissen durch hochentwickelte Analytik.

Ziel der analytischen Chemie ist heute mehr denn je eine Spurensuche nach dem „was, wieviel, wo?“. Auf einem breiten chemisch-physikalischen Fundament entwickelt sie hierzu analytische Methoden und empfindlichste Analysengeräte.

Von der Konzeption einer Analysestrategie über Probennahme, analytischer Messung bis hin zu Auswertung und Diskussion der Ergebnisse gestaltet sie einen komplexen Gesamtprozess. Sie erarbeitet so beispielsweise Lösungsvorschläge für vielschichtige biologische, biochemische und medizinische Fragestellungen und stellt sich herausfordernden Aufgaben in der Umwelt- oder Lebensmittelüberwachung.

Eine aktive Kommunikation mit der Gesellschaft und deren Dynamik begleiten den analytischen Chemiker ständig in seiner Tätigkeit. Analytik ist dabei nie Selbstzweck und entwickelt sich stets im Kontext der wissenschaftlich-technischen Fragestellung weiter. Analytik und ihre stoffbezogene Ausprägung, die analytische Chemie, gehören zu den Schlüssel-Erfolgsfaktoren eines zielgerichteten Erkenntnisgewinns, einer hohen Forschungsleistung und damit eines erfolgreichen Wirtschaftsstandorts.

Studium

Wer wird ein guter Analytiker? Jeder, der Freude an vielschichtigen Problemstellungen hat, gut kommunizieren kann und beständig über den eigenen Tellerrand hinausschauen will.

In den ersten Semestern des Chemiestudiums, in denen der Schwerpunkt auf den Grundlagen der organischen, anorganischen und physikalischen Chemie liegt, werden bereits eine Vielzahl analytischer Verfahren und Denkweisen in der Strukturaufklärung von Syntheseprodukten und der Analyse von Proben gelernt, darunter auch viele nasschemische Verfahren. Diese klassische Chemie trainiert sauberes Arbeiten, verschafft einen Überblick über die chemischen Stoffkunde und funktionelle Gruppen in Molekülen.

So richtig los geht es mit der analytischen Chemie im dritten oder vierten Semester des Studiums. Hier lernt man die moderne instrumentelle Analytik kennen und ihre zugrundeliegenden Messprinzipien und Methoden verstehen. Hierzu gehören, unter vielen anderen, Chromatographie, Spektroskopie, Massenspektrometrie und die Sensorik.

Analytische Chemie wird stets im Kontext ihrer Anwendung unterrichtet. Das bedeutet einen ersten Einstieg in die Umwelt- und Lebensmittelanalytik, medizinische Diagnostik, Synthese-, Material- und Prozesskontrolle, pharmazeutische Analytik, Forensik und Dopinganalytik aber auch die Qualitätssicherung und Statistik. Bereits das Bachelorstudium fordert und fördert eine strukturierte analytische Denkweise, die notwendige Voraussetzung komplexe Fragestellungen mit den zur Verfügung stehenden analytischen Informationen zu beantworten.

Wer seinen Studienschwerpunkt in der analytischen Chemie setzen will, sollte sich rechtzeitig über die Angebote der einzelnen Hochschulen informieren; eine Spezialisierung in analytischer Chemie ist nicht an allen Hochschulen möglich.

Beruf

Analytische Chemiker findet man heute überall: Die Breite der Tätigkeiten und die Berufsmöglichkeiten sind entsprechend groß und das Aufgabenspektrum extrem vielseitig.

 

Beispiele sind:

 

  • Analytiker im Labor: Sie führen selbst Analysen durch, beraten und informieren Auftraggeber und Kollegen aus anderen Fachgebieten über die Ergebnisse. Möglich ist dies als Spezialist in Forschung und Entwicklung, Industrie, Behörden oder Auftragslaboratorien. In der Regel gehören Forschung und die intensive Methodenentwicklung zum Aufgabenspektrum.
  • Analytiker in der Qualitätssicherung: Kein Produkt verlässt heute die Produktion  ohne dass seine Qualität gesichert ist. Ebenso gibt es Produkte, z.B. im Bereich der Nanotechnologie, deren Preis wesentlich auf den Kosten für die Analytik beruht. Hier sind Analytiker mit ihrem Know-how im analytischen Denken und einer fundierten Methodenkenntnis gefragt.
  • Analytiker als Laborleiter: Häufig ist diese Tätigkeit der klassische Einstieg in großen Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche. Sie führen ein analytisches Labor und leiten Mitarbeiter an.
  • Analytiker als Geräteentwickler: Spannende Arbeitsmöglichkeiten bieten die vielen Hersteller von Analysengeräten. Gemeinsam mit Ingenieuren bringen sie ihr analytisches Wissen in die Entwicklung neuer Geräte ein.
  • Analytiker als Applikationschemiker: Gemeinsam mit Kunden erarbeiten sie für Gerätehersteller Konzepte zur Lösung unterschiedlichster analytischer Fragestellungen. Hier ist der Allrounder und Kommunikationsspezialist mit breitem analytischem Wissen gefragt.
  • Analytiker als Dozent, Berater und Gutachter: Durch die Breite der analytischen Chemie und ihre Durchdringung der gesamten gesellschaftlichen Lebens, brauchen Firmen, Politik, Behörden, Anwender etc. umfangreiche Unterstützung durch erfahrene Analytiker. Hier bieten sich auch gute Möglichkeiten zur Selbständigkeit.

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